In diesem Artikel geht es um die Arbeitsplatzgestaltung am Beispiel von ifm.
Das Unternehmen stand vor der Aufgabe, neue Montagearbeitsplätze zu planen und bestehende zu optimieren – unter engen räumlichen Bedingungen und hohen ergonomischen Anforderungen.
Mit Halocline Professional gelang es, diese Herausforderungen schnell und strukturiert zu lösen.
Durch die Kombination aus Desktop-Layout und VR-Planung konnten Mitarbeitende direkt eingebunden, Varianten schnell getestet und Entscheidungen auf einer realistischen Basis getroffen werden.
ifm plante die Umstrukturierung einer bestehenden Produktionslinie und den Aufbau neuer Montageplätze.
Klassische Planung mit 2D-Plänen oder physischen Pappmodellen war nicht praktikabel, da Änderungen zeitaufwendig und schwer nachvollziehbar waren.
Die Ziele:
- ergonomische, effiziente und platzsparende Arbeitsplätze gestalten,
- Materialflüsse und Bewegungen realitätsnah prüfen,
- Mitarbeitende frühzeitig einbinden, um Akzeptanz zu fördern.
Durch die Nutzung von Halocline wurde der gesamte Planungsprozess digital, interaktiv und nachvollziehbar – vom ersten Entwurf bis zum validierten Arbeitsplatz.
Vorgehensweise
Schritt 1: Objektauswahl und Vorbereitung - die Basis schaffen
Um effizient zu starten, nutzte das Team die Halocline-Bibliothek mit passenden Objekten für verschiedene Arbeitsplatzszenarien.
Damit die Planung strukturiert beginnen konnte, wurden:
- geeignete Elemente wie Werkbänke, Regale und Bauteilbehälter ausgewählt
- Objekte in die Desktop-Layoutplanung importiert und sinnvoll angepasst
- Namen und Eigenschaften korrigiert, um die Übersicht zu erhöhen
- Wiederverwendbare Bausteine für ähnliche Arbeitsplätze erstellt
Durch diese vorbereiteten Elemente war der Grundstein für einen konsistenten und standardisierten Aufbau gelegt.
→ Mehr im Workflow: Schneller Start mit modularen Arbeitsstationen
Schritt 2: Arbeitsplatz im Desktop-Layout planen - Struktur und Ablauf definieren
In der Desktop-Layoutplanung entwickelte das Team das Grundlayout des Arbeitsplatzes. Dabei wurden Arbeitsflächen, Materialzonen und Montagebereiche logisch angeordnet, um einen klaren und fließenden Arbeitsprozess zu gewährleisten.
Wichtige Schritte dabei waren:
- Montagefluss analysieren und Bauteile entlang des Prozesses anordnen,
- Behälter und Werkzeuge ergonomisch positionieren,
- Arbeitsbereiche klar voneinander trennen,
- Platzbedarf und Bewegungsfreiheit prüfen.
So entstand ein erstes, funktionsfähiges Arbeitsplatzmodell, das eine solide Basis für den anschließenden Realitätscheck bot.
→ Mehr im Workflow: Von Grob zu Fein – Von Desktop zu VR
Schritt 3: Prüfung in der VR - Realiätsnahe und Ergonomie erleben
Nach der 2D- und 3D-Planung wechselte ifm in die VR-Ansicht, um den Arbeitsplatz im Maßstab 1:1 zu erleben. Durch die immersive Umgebung konnten Abstände, Erreichbarkeiten und Arbeitsbewegungen realistisch überprüft werden.
Das Team prüfte:
- ob alle Behälter in Reichweite liegen,
- wie sich Werkzeuge und Bauteile greifen lassen,
- ob Laufwege frei und Bewegungen flüssig bleiben,
- welche Anpassungen nötig sind, um Belastungen zu minimieren.
Anhand dieser Erkenntnisse wurden Optimierungen direkt im Modell umgesetzt – schnell, intuitiv und ohne komplizierte Neuaufbauten.
→ Mehr im Workflow: Arbeitsplatzgestaltung
Schritt 4: Feinjustierung und Variantenvergleich - den idealen Arbeitsplatz finden
Zum Abschluss wurde der Arbeitsplatz gezielt weiterentwickelt. Durch kleine Anpassungen an Positionen, Höhen und Ausrichtungen entstand ein optimierter Aufbau, der sowohl ergonomisch als auch prozessseitig überzeugt.
Die wichtigsten Punkte dabei:
- Materialfluss weiter verkürzen,
- überflüssige Bewegungen vermeiden,
- Engstellen beseitigen,
- Varianten speichern und vergleichen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Der finale Arbeitsplatz konnte anschließend als Referenz für weitere Arbeitsplätze exportiert und geteilt werden.
→ Mehr im Workflow: Arbeitsplatzgestaltung
Ergebnisse und Mehrwerte
Mit Halocline Professional konnte ifm seine Arbeitsplatzgestaltung deutlich beschleunigen und verbessern:
- 50 % kürzere Planungszeit durch sofort sichtbare Ergebnisse in VR,
- Ergonomisch validierte Arbeitsplätze dank realitätsnaher Prüfung,
- Frühzeitige Einbindung der Mitarbeitenden, was Akzeptanz und Qualität erhöhte,
- Fehlervermeidung und Sicherheit, da Engpässe und falsche Anordnungen sofort erkannt wurden,
- Hohe Flexibilität, da Änderungen im laufenden Prozess umgesetzt werden konnten.
Das Ergebnis war ein effizienter, ergonomischer und zukunftssicherer Arbeitsplatz – validiert, dokumentiert und direkt umsetzbar.
Fazit
Der Fall ifm zeigt eindrucksvoll, wie Halocline Professional den gesamten Prozess der Arbeitsplatzgestaltung digitalisiert und beschleunigt.
Von der Planung über die VR-Validierung bis hin zur finalen Umsetzung entsteht ein nachvollziehbarer, effizienter und ergonomischer Arbeitsplatz – mit klaren Vorteilen für alle Beteiligten.