Wie lassen sich verschiedene Arbeitsplatzvarianten effizient erstellen, vergleichen und gemeinsam bewerten?
Vor dieser Frage stand Siemens, als mehrere Werke gleichzeitig neue Montagearbeitsplätze für unterschiedliche Produktvarianten planten. Ziel war es, digitale Prototypen in kürzester Zeit anzulegen, anzupassen und zu validieren – ohne langwierige Neuaufbauten.
Mit Halocline Professional gelang es dem Team, dank der Variantenfunktion mehrere Layoutversionen parallel zu entwickeln und direkt in Virtual Reality zu vergleichen. So konnten Mitarbeitende frühzeitig einbezogen und Entscheidungen auf einer realistischen Grundlage getroffen werden.
Im Rahmen eines standortübergreifenden Proof of Concept setzte Siemens Halocline in vier Werken ein. Dort wurde die Software gezielt zur Planung und Optimierung von Arbeitsstationen genutzt, um Anpassungen an neue Produktvarianten effizient umsetzen zu können. Der bisherige Planungsprozess war zeitintensiv: Änderungen mussten in externen CAD-Systemen neu aufgebaut oder mehrfach modelliert werden. Mit Halocline Professional sollte die Planung agiler werden – durch direktes Kopieren, Anpassen und Vergleichen verschiedener Arbeitsplatzvarianten im selben Projekt.
Die Ziele:
- Varianten von Arbeitsplätzen schnell und strukturiert entwickeln
- Unterschiede direkt in VR prüfen und bewerten
- Mitarbeitende frühzeitig einbeziehen
- Planungszeit deutlich verkürzen
Vorgehensweise
Schritt 1: Ausgangsvariante erstellen – die Basis definieren
In Halocline wurde zunächst eine Ausgangsvariante der Arbeitsstation erstellt. Das Team platzierte die benötigten Objekte aus der Bibliothek (z. B. Werkbank, Materialbehälter, Werkzeuge) in der Desktop-Ansicht und richtete sie nach den geplanten Arbeitsabläufen aus. Diese Variante diente als „Baseline“ – sie bildet das Grundlayout, das im weiteren Verlauf dupliziert und angepasst wird.
→ Mehr im Workflow: Ist-Stand aufbauen
Schritt 2: Neue Varianten anlegen – Alternativen effizient erzeugen
Mit der Professional Lizenz konnte Siemens direkt aus der bestehenden Variante neue Alternativen anlegen. Über das Varianten-Menü wurden Kopien erzeugt, die sich unabhängig voneinander bearbeiten ließen. So entstanden Varianten mit unterschiedlichen Werkzeuganordnungen, Materialwegen oder Arbeitshöhen – ohne das ursprüngliche Modell zu verändern. Dabei kam die Funktion „Neue Variante anlegen“ aus dem Artikel „Varianten“ zum Einsatz:
- Bestehende Variante auswählen
- „Neue Variante“ erstellen
- Benennung und Beschreibung vergeben (z. B. Variante A – kurzer Materialweg, Variante B – mehr Ablagefläche)
→ Mehr im Workflow: Von Grob zu Fein – Von Desktop zu VR
Schritt 3: Varianten in 2D bearbeiten – Details präzisieren
In der 2D-Ansicht von Halocline Layout konnten die Varianten präzise überarbeitet werden – z. B. durch das Verschieben, Skalieren oder Neuplatzieren von Objekten. So ließ sich der verfügbare Raum effizient nutzen, und Unterschiede zwischen Varianten wurden deutlich sichtbar. Die Artikel „Bearbeiten von Varianten in 2D“ und „Varianten erproben und vergleichen“ beschreiben diese Schritte detailliert.
Wichtige Aspekte:
- Draufsicht für exakte Objektpositionierung
- Objektabstände und Sicherheitszonen prüfen
- Varianten klar benennen und dokumentieren
→ Mehr im Workflow: Von Grob zu Fein – Von Desktop zu VR
Schritt 4: Varianten in VR prüfen – Unterschiede real erleben
Nach der 2D-Anpassung wechselte Siemens in die VR-Ansicht, um alle Varianten realitätsnah zu begehen. In Virtual Reality konnten Mitarbeitende prüfen, welche Anordnung die besten Greifwege, Sichtverhältnisse und Laufwege bietet. Der Wechsel zwischen Varianten erfolgte direkt im VR-Modus über das Varianten-Menü, wie im Artikel „Wechsel zwischen Arbeitsbereichen und Varianten“ beschrieben.
So konnten alle Versionen direkt verglichen werden – ohne das Projekt zu verlassen. Das erleichterte gemeinsame Entscheidungen in Planungs-Workshops erheblich.
Zum Abschluss nutzte Siemens die Berichtsfunktion aus dem Artikel „Tabellarischer Report“, um die Varianten objektiv auszuwerten. Daten wie Objektpositionen, Prozesszeiten oder Flächenbelegungen konnten tabellarisch exportiert werden. Auf dieser Basis wurden die Varianten verglichen und die optimale Lösung festgelegt.
→ Mehr im Workflow: Varianten erproben und vergleichen
Ergebnisse & Mehrwerte für Siemens
Mit Halocline Professional konnte Siemens den Planungsprozess erheblich beschleunigen und verbessern:
- Viermal kürzere Planungszeit durch parallele Variantenentwicklung
- Direkter Vergleich unterschiedlicher Arbeitsplatzkonzepte in VR
- Höhere Akzeptanz, da Mitarbeitende früh eingebunden wurden
- Schnelle Anpassbarkeit bei neuen Produktanforderungen
- Strukturierte Dokumentation für zukünftige Projekte
Das Ergebnis: Ein effizienter, interaktiver Planungsprozess, der Kreativität und Praxiswissen zusammenbringt – und Entscheidungen auf einer fundierten, visuellen Basis ermöglicht.
Fazit
Der Use Case Siemens zeigt, wie die Variantenfunktion von Halocline Professional die digitale Arbeitsplatzplanung deutlich agiler macht. Mit wenigen Klicks können verschiedene Layoutideen erstellt, getestet und verglichen werden – direkt in 3D und Virtual Reality. So wird Planung nicht nur schneller, sondern nachvollziehbarer und kollaborativer.